KAGes-Programm HerzMobil Steiermark mit SALUS-Award ausgezeichnet

Pressemitteilung

Seit 2017 verbindet das mittlerweile steiermarkweit ausgerollte Versorgungsprogramm HerzMobil medizinische Betreuung mit digitalem Monitoring und begleitet jĂ€hrlich rund 600 Patient*innen. FĂŒr dieses modellhafte Zusammenwirken von Medizin und Pflege innerhalb und außerhalb des Krankenhauses wurde dem KAGes-Programm nun der SALUS-Award zuerkannt.

Eine chronische HerzschwĂ€che erfordert eine kontinuierliche medizinische Betreuung – auch nach einem Krankenhausaufenthalt. Das KAGes-Projekt HerzMobil Steiermark setzt genau hier an: Durch telemedizinisches Monitoring und die enge Zusammenarbeit von Ärzt*innen sowie spezialisierten Pflegepersonen werden Patient*innen in ihrem Alltag begleitet und Therapieanpassungen frĂŒhzeitig ermöglicht. FĂŒr diesen innovativen Versorgungsansatz wurde HerzMobil am 29. Oktober im Rahmen der Verleihung des Steirischen QualitĂ€tspreises Gesundheit „SALUS“ in der Aula der Alten UniversitĂ€t Graz ausgezeichnet. Aktuell werden steiermarkweit jĂ€hrlich rund 600 Patient*innen durch das Programm betreut.

v. l. n. r.: Almut Frank, Helmut BrĂŒckler, Johannes Koinig, Bernadette Taucher, Stefan Pötz, Markus Wallner, Landesrat Karlheinz KornhĂ€usl, Peter Kastner, GĂŒnter Schreier. | © Gesundheitsfonds/Loske

„HerzMobil zeigt, wie wir medizinische QualitĂ€t, persönliche Betreuung und digitale Innovation sinnvoll miteinander verbinden können. Entscheidend ist nicht die Technologie allein, sondern was sie fĂŒr die Menschen bewirkt: mehr Sicherheit im Alltag, eine engmaschige medizinische Begleitung und die Möglichkeit, auf VerĂ€nderungen frĂŒhzeitig zu reagieren“, erklĂ€rt Dr. Johannes Koinig, Direktor fĂŒr Medizin der KAGes. „Der SALUS-Award ist eine wertvolle Anerkennung fĂŒr alle, die dieses Versorgungsmodell mit großem Engagement gemeinsam tragen und weiterentwickeln.“

„Was 2017 als Pilotprojekt begonnen hat, ist heute ein steiermarkweites Versorgungsnetzwerk. Möglich wurde diese Entwicklung nur durch das große Engagement und die enge Zusammenarbeit zahlreicher Menschen aus Medizin, Pflege, Organisation und Technik. Gerade das Zusammenspiel unterschiedlicher Berufsgruppen und die Vernetzung ĂŒber die Krankenhausgrenzen hinaus machen HerzMobil zu einem besonderen Versorgungsmodell. Der ‚SALUS‘-Award ist fĂŒr uns eine wertvolle Anerkennung dieser gemeinsamen Aufbauarbeit und zugleich Ansporn, das Programm im Sinne unserer Patientinnen und Patienten kontinuierlich weiterzuentwickeln“, betont das Projektkoordinationsteam rund um Prim. Dr. Stefan Pötz, Dr. Almut Frank, MPH, Mag. Dr. Andreas Prenner, BScN, Bernadette Taucher, BSc, MSc und Res.-Prof. PD DDr. Markus Wallner, das die Auszeichnung stellvertretend fĂŒr alle an HerzMobil Beteiligten entgegennahm.

HerzMobil: Medizinisch-pflegerische Betreuung, die zu den Menschen kommt

HerzMobil © Foto Fischer

HerzMobil Steiermark ist ein telemedizinisch unterstĂŒtztes Versorgungsprogramm fĂŒr Menschen mit Herzinsuffizienz, also HerzschwĂ€che. Ziel ist es, den Krankheitsverlauf zu stabilisieren, die LebensqualitĂ€t zu verbessern und mögliche Verschlechterungen frĂŒhzeitig zu erkennen. Die Betreuung beginnt in der Regel nach einem Krankenhausaufenthalt und dauert drei Monate, bei medizinischem Bedarf bis zu sechs Monate.

Ein wesentlicher Bestandteil des Programms ist die enge Zusammenarbeit zwischen Krankenhaus, niedergelassenem medizinischem Bereich und speziell geschulten Pflegepersonen. Neben der telemedizinischen Überwachung erhalten die Betroffenen eine umfassende Einschulung und persönliche Betreuung. Sie lernen, ihre Erkrankung besser zu verstehen und VerĂ€nderungen ihres Gesundheitszustands richtig einzuschĂ€tzen. Das Programm umfasst zusĂ€tzlich Hausbesuche durch PflegekrĂ€fte sowie persönliche Besuche in der Ordination der behandelnden Ärztinnen und Ärzte.

Die Patient*innen messen tĂ€glich ihr Körpergewicht, ihren Blutdruck und ihren Puls und ĂŒbermitteln die Werte gemeinsam mit Angaben zu ihrem Befinden und ihrer Medikamenteneinnahme ĂŒber eine App. Das betreuende Team kontrolliert die Messwerte und kann bei AuffĂ€lligkeiten rasch reagieren. Bei Bedarf wird die medikamentöse Therapie, die sich an den aktuellsten Leitlinien orientiert, angepasst.

Die bisherigen RĂŒckmeldungen unterstreichen den Nutzen: 89,1 Prozent der befragten Teilnehmenden berichten von einer Verbesserung ihrer Gesundheit und LebensqualitĂ€t, 95,2 Prozent sind mit dem Programm zufrieden und wĂŒrden es weiterempfehlen.

SALUS-Award: QualitÀt und Innovation im Gesundheitswesen

Der Steirische QualitĂ€tspreis Gesundheit „SALUS“ wird vom Gesundheitsfonds Steiermark vergeben und zeichnet Projekte und Initiativen aus, die einen Beitrag zur Verbesserung der QualitĂ€t und Sicherheit im Gesundheitswesen leisten. Im Mittelpunkt stehen systematische QualitĂ€tsarbeit, innovative LösungsansĂ€tze und der konkrete Nutzen fĂŒr Patient*innen.

„Was 2017 als Pilotprojekt begonnen hat, ist heute ein steiermarkweites Versorgungsnetzwerk. Möglich wurde diese Entwicklung nur durch das große Engagement und die enge Zusammenarbeit zahlreicher Menschen aus Medizin, Pflege, Organisation und Technik. Gerade das Zusammenspiel unterschiedlicher Berufsgruppen und die Vernetzung ĂŒber die Krankenhausgrenzen hinaus machen HerzMobil zu einem besonderen Versorgungsmodell. Der ‚SALUS‘-Award ist fĂŒr uns eine wertvolle Anerkennung dieser gemeinsamen Aufbauarbeit und zugleich Ansporn, das Programm im Sinne unserer Patientinnen und Patienten kontinuierlich weiterzuentwickeln“, betont das Projektkoordinationsteam rund um Prim. Dr. Stefan Pötz, Dr. Almut Frank, MPH, Mag. Dr. Andreas Prenner, BScN, Bernadette Taucher, BSc, MSc und Res.-Prof. PD DDr. Markus Wallner, das die Auszeichnung stellvertretend fĂŒr alle an HerzMobil Beteiligten entgegennahm.

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